Schwalben bringen Glück

Schwalben bringen Glück! Schon im Altertum wurden Schwalben als heilig verehrt, verfolgt wurden sie nirgends. Sie waren so beliebt, dass sie sogar in Tempeln und Staatsgebäuden nisten durften. Im Mittelalter wurden Schwalben als Glücksbringer und Frühlingsboten verehrt. Auch bei der ländlichen Bevölkerung konnte man sich Haus und Hof nicht ohne die segelnden Frühlingsboten vorstellen. Später verdeutlichte dies Shakespeare beispielsweise in einem Textabschnitt in Macbeth: „Und dieser Sommergast, die Mauerschwalbe, Die gerne der Kirche heiliges Dach bewohnt, Beweist durch ihre Liebe zu dem Ort, Daß hier des Himmels Atem lieblich schmeckt. Ich sehe keine Friesen, sehe keine Verzahnung, kein vorspringendes Gebälk, Wo dieser Vogel nicht sein hangend Bette zur Wiege für die Jungen angebaut und immer fand ich eine mildre Luft Wo dieses fromme Tier zu nisten pflegt.“ Bis weit in das 20. Jahrhundert war es bei den meisten Menschen auf dem Land und in der Stadt undenkbar, ein Schwalbennest zu entfernen. Heutzutage sind Schwalben am Haus nicht mehr selbstverständlich, der Glaube an den Glücksbringer ist in Vergessenheit geraten. Wer jedoch eine Schwalbenbrut am Haus erleben durfte, wer das Gezwitscher auf dem Dach und die emsige Futtersuche beobachten konnte, der hofft, dass die Schwalben im nächsten Jahr wieder kommen. 


Die Rauchschwalbe

 

Der deutsche Name rührt daher, dass die Rauchschwalbe früher häufig in Schornsteinen und Rauchfängen brütete. Als Höhlenbrüter baut die Rauchschwalbe heute ihre Nester vornehmlich innerhalb von Gebäuden, wie z.B. Ställen, Schuppen oder Carports. Die Rauchschwalbe erkennt man hauptsächlich an ihrem metallisch schwarz-blau glänzenden Gefieder, der rotbraunen Maske und dem tief eingegabelten Schwanz. Das Nest ist oben offen.


Mehlschwalbe

 

Sie verdankt ihren Namen der rein weißen Unterseite. Sie ist der einzige europäische Singvogel mit weiß befiederten Beinen und Füßen – „sie saß im Mehl“. Die Oberseite ist metallisch schwarz-blau glänzend, der Schwanz schwach gegabelt. Mehlschwalben brüten direkt an Hausfassaden und unterhalb des Dachvorsprungs. Das Nest ist halbkugelig mit einer kleinen Öffnung.


Schwalben machen Dreck!

 

Viele Hausbesitzer dulden keine Schwalben an ihrem Haus, da sie verdreckte Wände, Fenstersimse oder Böden fürchten. Dass Schwalben Dreck machen, ist nicht abzustreiten. Es gibt in den meisten Fällen jedoch einfache Lösungen.

So kann in einem Carport in der Regel ein einfaches Brett unter dem Rauchschwalbennest und den Sitzplätzen befestigt werden. Dies ist auch bei Mehlschwalbennestern möglich, oft jedoch mit einem etwas größeren Aufwand. Ein Entfernen der Schwalbennester ist die schlechteste Lösung – und nach dem Bundes-Naturschutzgesetz grundsätzlich nicht erlaubt.


 

Wie kann ich Schwalben helfen?

Zuallererst sollte man Schwalben erlauben, Wohngebäude zu besiedeln. Sie werden Ihnen viel Freude bereiten! Wollen Sie Schwalben ansiedeln, so gibt es über das Internet oder in Gartenmärkten Schwalben-Locknester bzw. Fertignester zu kaufen. Eine Rauchschwalbe begnügt sich oft schon mit einem einfachen Holzbrett z.B. im Carport. Auch ein von April bis September geöffnetes Fenster in einem Schuppen kann zu einer Brut führen. 

 

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Damit Schwalben leichter Baumaterial finden, kann man eine Schwalbenpfütze anlegen. Diese sollte einen Durchmesser von 0,5 m bis 1 m haben. Man reichert sie dann mit Lehm an und sollte sie den Sommer über feucht halten.



 Sind Schwalben nützlich?

 

Ja! Schwalben verzehren pro Tag mehr als die Hälfte ihres Eigengewichtes. Das entspricht pro Vogel in der Zeit von April bis September einer Menge von etwa 2500 Mücken und Fliegen – täglich! Für eine Brut werden etwa 1 kg Insekten an die Jungen verfüttert! Das Futter der Altvögel ist nicht einbezogen. Wer also weniger Mücken oder Fliegen haben möchte, der sollte Schwalben unterstützen


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