Aktuelle Berichte von Aktiven


 

 

Gemeinsam schaffen wir mehr! (23.03.19)

Die heutige Aktion "Sauberes Lübeck" im Schellbruch und am Breitlingerufer war mal wieder ein großer Erfolg. Und obwohl wir in einer bunten Gesellschaft es geschafft haben, unzählige Säcke mit Plastik und Abfall zu füllen, bleibt die Tatsache, dass zu viel Müll nicht in Mülleimern sondern in der freie Natur landet. 

 

 

 

 

 

 

Wir bedanken uns bei allen Freiwilligen für die tatkräftige Unterstützung. Falls in der Zukunft wild herumliegender Müll gesichtet wird, gibt es Möglichkeiten diesen zu melden, z.B. über die Seite: 

 

https://muell-weg.de/app/?starter=web-homepage

 

 

Wir hoffen, dass der heutige Tag auch dazu beigetragen hat, die Umwelt bewusster wahrzunehmen und verantwortungsvoller mit ihr umzugehen.  

 

Bilder: Hermann Daum und Anna Skrundz


Unverfroren im Wintereinsatz

Normalerweise werden die vom NABU betreuten Orchideenwiesen in der warmen Jahreszeit bis zum Frühherbst gemäht. Am 23.01 sind aber ein paar Unverfrorene trotz Schnee und Minustemperaturen losgezogen, um eine Wiesenfläche bei Zarpen zu pflegen.

Diese konnte wegen fehlender Kapazitäten und schlechter Erreichbarkeit die beiden letzten Jahre nicht gemäht werden. In 2018 gab es nur noch wenige Exemplare des Breitblättrigen Knabenkrauts im hohen Bewuchs. Eine Aufgabe der Fläche erschien bisher unvermeidlich.

Um die Pflege zukünftig abzusichern, bedurfte es einer Klärung der Besitzverhältnisse und der Erlaubnis des Eigentümers. Dies hatte unterschiedliche Kontakte zur Folge: mit der unteren Naturschutzbehörde, einem Gemeindevertreter inkl. Lokaltermin und der Jägerschaft als Pächter.

Konkrete Hilfe bei der Pflege wurde auf unsere Anfrage von den Integrierten Stationen aus Eutin und Mölln angeboten, aber erst für den Januar.

So trafen sich bei kaltem Winterwetter Wolf-Dieter Möller und Henning Völkl mit drei Mitarbeitern der Station. Der Weg zur Wiese war dann abenteuerlich: Zuerst mit einem Geländewagen bergauf und bergab auf einem zerfahrenen Forstweg, dann weiter zu Fuß und schwer bepackt über steiles Gelände durch Wald und Brombeergebüsch.

Auf der verschneiten Wiese haben wir mit drei Motorsensen gearbeitet und das Mähgut anschließend mit Forken abgetragen. Nach drei Stunden Arbeit waren wir trotz der Kälte immer noch „unverfroren“ und froh, die Feuchtwiese mit ihrer Artenvielfalt hoffentlich weiter gesichert zu haben.

Mein Fazit: Naturschutzarbeit braucht manchmal einen langen Atem und lohnt sich zu jeder Jahreszeit!

Fotos: Henning Völkl


Zugvogel-Exkursion im Schellbruch am 21.10.18

Heute konnte eine Besuchergruppe von insgesamt 30 Personen, geführt von Hermann Daum, Silke und Marco Wiegand, Zugvögel beim Ein-und Ausfliegen in den Schellbruch erleben.  Anfangs noch im Dunst und Nebel gelegen, lichtete sich der Schellbruch doch langsam und man konnte bei immer besserem Licht das Spektakel besonders der einfliegenden Wildgänse hautnah spüren.  Wo Tage zuvor der Einflug schon um 10:00 Uhr stattfand, kamen heute die meisten doch erst später zum Landen, was aber das Warten in jedem Fall lohnte. Ein tolles Erlebnis, wie man an den zufriedenen Gesichter ablesen konnte.

 

Der Schellbruch als Drehkreuz für Vielflieger, Regional, International

Es bestehen Fluglinien in die Normandie, Polen, Fehmarn, Holland, Potsdam, Estland, Hamburg, Rügen, Litauen, England, Schleswig, Wedeler Marsch, Berlin Brandenburg, Kiel, Kolguev/Russland um einige zu nennen.

Die Saat-, Bläss-, und Weißwangengänse kommen zum großen Teil von der Insel Kolguev/Russland und überwintern am Niederrhein vom Kreis Wesel bis in Holland an der Nordseeküste. Zwischenlandung und  Energien auftanken im Schellbruch.

Ringablesungen ermöglichen uns festzustellen welchen Weg über Jahre geflogen werden.

Auch Kormorane kommen regelmäßig in den Wintermonaten aus verschiedenen Ländern oder Fehmarn in den Schellbruch und so ist es immer wieder spannend so einen Lebenslauf zu verfolgen.

 

So kommt es vor, dass einige Vögel häufig, oder manchmal erst nach Jahren wieder entdeckt und beobachtet werden, zum Beispiel bei einer Gans aus Hamburg wo nach 9 Jahren, oder ein Seeadler nach 5 Jahren, ein Ring wieder abgelesen werden konnte. Für die Beringer löst so ein Fund dann häufig Freude aus.

Fotos: Marco Wiegand

Folgende Arten wurden gezählt

Graugans

Blässgans

Saatgans

Nonnegans

Höckerschwan

ca.1500

ca.1000

ca.800

ca.100

9

Reiherente

Pfeifente

Schellente

Krickente

Blässhuhn

Haubentaucher

Zwergtaucher

Mittelsäger

10

32

3

10

24

2

5

2

Silberreiher

Graureiher

Kormoran

 Lachmöwe

Bekassine

Seeadler

Habicht

2

3

10

4

3

1

1



Mähaktion auf einem Quellhang bei Offendorf am 20.08.2018

Am 20. August trafen sich Wolf-Dieter Möller und Henning Völkl mit Mitarbeitern der Gemeinde Ratekau, um einen Quellhang bei Offendorf mit Hilfe von Motorsensen von hohem Bewuchs zu befreien. Dies dient dem Schutz eines Orchideen-Vorkommens der Art Breitblättriges Knabenraut, das der NABU dort bisher erhalten konnte. Davon profitieren auch weitere seltene Arten wie Wollgras, Teufelsabbiss, Sumpf-Storchschnabel, Klappertopf und Bachnelkenwurz.
(Kontakt für Interessierte: Henning Völkl Tel. 0451-4812276)

Fotos: Henning Völkl